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<title>Festnetz</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Festnetz</span></h1>
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<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Als <b>Festnetz</b> (<a href="Helvetismus" class="mw-redirect" title="Helvetismus">schweizerisch</a> <b>Fixnetz</b>)<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wird, im Gegensatz zum Mobilfunknetz, die Gesamtheit aller öffentlichen leitungsgebundenen <a href="Telefonnetz" title="Telefonnetz">Telefonnetze</a> bezeichnet. Als Technologien kommen dafür meistens Glasfaser- oder Kupferkabel zum Einsatz, letztere als Kupferdoppeladern oder als Koaxialkabel. Öffentliche Festnetze können in staatlichem oder privatem Besitz sein, sind aber der Allgemeinheit entweder nur regional (z. B. <a href="NetCologne" title="NetCologne">NetCologne</a>) oder flächendeckend verfügbar (z. B. das Telefonnetz der <a href="Deutsche_Telekom" title="Deutsche Telekom">Deutschen Telekom</a>), und unterliegen im deutschen Sprachraum den Anforderungen der jeweiligen bundesstaatlichen Telekommunikationsgesetze.
</p><p>Nichtöffentliche leitungsgebundene Telefonnetze mit eigenen <a href="Nummerierungsplan" title="Nummerierungsplan">Nummerierungsplänen</a>, in Deutschland beispielsweise die Telefonnetze der <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a> oder der <a href="Deutsche_Bahn" title="Deutsche Bahn">Deutschen Bahn AG</a>, sind nicht Teil des Festnetzes.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriff">Begriff</h2></div>
<p>Das Wort „Festnetz“ hat in die Alltagssprache erst um die Jahrtausendwende Eingang gefunden, weil seit dieser Zeit immer mehr Menschen Mobiltelefone nutzen. Vorher wurde das Festnetz schlicht „Telefonnetz“ genannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vom_leitungs-_zum_paketvermittelten_Telefonnetz_in_Deutschland">Vom leitungs- zum paketvermittelten Telefonnetz in Deutschland</h2></div>
<p>Bis 2015 war das deutsche Telefonnetz in erster Linie <a href="Leitungsvermittlung" title="Leitungsvermittlung">leitungsvermittelt</a>. Jeder Teilnehmer verfügte dabei über eine <a href="Teilnehmeranschlussleitung" title="Teilnehmeranschlussleitung">Teilnehmeranschlussleitung</a> bis hin zur <a href="Vermittlungsstelle" title="Vermittlungsstelle">Ortsvermittlung</a>. Ein Gespräch zwischen zwei Teilnehmern wurde über die Vermittlungsstelle aufgebaut, indem eine durchgängige physische Leitung zwischen beiden Teilnehmern etabliert wurde. Als die zunehmende Nachfrage nach Internet-Diensten aufkam, basierte auch deren Verbindungsaufbau zunächst auf Leitungsvermittlung, indem ein Zugangsknoten angerufen werden musste, zunächst per Modem, später per <a href="Integrated_Services_Digital_Network" title="Integrated Services Digital Network">ISDN</a>. Die Nutzung der Dienste wurde entsprechend gerne zeitabhängig berechnet, abhängig von der Dauer der Wählverbindung.
</p><p>Ab 1999 wurde mit <a href="Digital_Subscriber_Line" title="Digital Subscriber Line">DSL</a> die erste <a href="Paketvermittlung" title="Paketvermittlung">paketvermittelte</a> Internet-Zugangstechnologie eingeführt. Bei Paketvermittlung besteht kein durchgeschalteter Kommunikationskanal zwischen den Teilnehmern, sondern Datenpakete werden dynamisch durch ein verzweigtes Netz „geroutet“. Beide Teilnehmer verfügen über eine eindeutige <a href="Netzwerkadresse" title="Netzwerkadresse">Netzwerkadresse</a>, an die die Datenpakete zugestellt werden. DSL wurde zunächst über das normale kupferbasierte Telefonnetz realisiert. Das konventionelle Telefonnetz und das neue Datennetz wurden über sogenannte „<a href="DSL-Splitter" title="DSL-Splitter">Splitter</a>“ in getrennten Frequenzbereichen derselben Anschlussleitung betrieben.
</p><p>Ab 2015 begann die Deutsche Telekom mit dem Aufbau eines All-<a href="Internet_Protocol" title="Internet Protocol">IP</a>-Netzes. Ein All-IP-Netz arbeitet ausschließlich paketvermittelt. In Deutschland ist dieses weitgehend als <a href="Glasfasernetz" title="Glasfasernetz">FTTC-Glasfasernetz</a> ausgeführt, das überörtliche und örtliche Netz besteht also aus Glasfaserstrecken. Es besteht keine kupferbasierte Verbindung bis zur Ortsvermittlung mehr, erst an einem Kabelverzweiger in der Nähe des Teilnehmers erfolgt die Umsetzung von Glasfaser auf die DSL-Kupferleitung, die bis ins Haus führt. Telefondienste werden dabei als <a href="IP-Telefonie" title="IP-Telefonie">IP-Telefonie</a> ausgeführt. Herkömmliche Telefone werden an das <a href="Integrated_Access_Device" title="Integrated Access Device">Integrated Access Device</a> des Benutzers, vereinfachend als „Router“ bezeichnet, angeschlossen. Die ehemals hierarchische Vermittlungstechnik läuft nun über eine <a href="Session_Initiation_Protocol" title="Session Initiation Protocol">SIP</a>-Serverstruktur.
</p><p>Die Umstellung des Telekom-Festnetzes von leitungsvermittelter Technik auf IP-Technik wurde 2020 mit der Abschaltung der letzten <a href="Integrated_Services_Digital_Network" title="Integrated Services Digital Network">ISDN</a>-Vermittlung abgeschlossen. In wenigen Fällen werden noch „alte“ Telefonanschlüsse über Kupferleitungen bis in die Ortsvermittlung geführt und dort auf All-IP umgesetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Klassisches_Festnetz">Klassisches Festnetz</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aufbau">Aufbau</h3></div>
<p>Das klassische, leitungsvermittelte Festnetz wird in das Kernnetz und das Zugangsnetz unterteilt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kernnetz">Kernnetz</h3></div>
<p>Das <a href="Verbindungsnetz" title="Verbindungsnetz">Kernnetz</a> verbindet die einzelnen Vermittlungsknoten untereinander. Die physikalische Basis bilden <a href="Twisted-Pair-Kabel" title="Twisted-Pair-Kabel">verdrillte Kupferadern</a> (doppelt oder vierfach), <a href="Koaxialkabel" title="Koaxialkabel">Koaxialkabel</a>, <a href="Richtfunk" title="Richtfunk">Richtfunk</a> und <a href="Lichtwellenleiter" title="Lichtwellenleiter">Glasfasern</a>. Es werden dabei mehrere Kanäle mittels <a href="Multiplexverfahren" title="Multiplexverfahren">Multiplex</a> zu einem großen zusammengefasst. Bei der „fast-synchronen Übertragung“ der <a href="Plesiochrone_Digitale_Hierarchie" title="Plesiochrone Digitale Hierarchie">PDH</a>-Technik sind <a href="%C3%9Cbertragungsrate" class="mw-redirect" title="Übertragungsrate">Übertragungsraten</a> bis 564,992 Mbit/s möglich. Die modernere <a href="Synchrone_Digitale_Hierarchie" title="Synchrone Digitale Hierarchie">SDH</a>-Technik erreicht <a href="Datenrate" class="mw-redirect" title="Datenrate">Datenraten</a> im Gbit/s-Bereich. Die PDH-Technik wurde daher von der SDH-Technik verdrängt und bei Neuinstallationen nur noch im Zugangsnetz eingesetzt.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zugangsnetz">Zugangsnetz</h3></div>
<p>Das Zugangsnetz verbindet die Endteilnehmer mit den Vermittlungsknoten (siehe <i><a href="Letzte_Meile" title="Letzte Meile">letzte Meile</a></i>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geschichte">Geschichte</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Geschichte_des_Telefonnetzes" title="Geschichte des Telefonnetzes">Geschichte des Telefonnetzes</a></i></div>
<p>Den Anfang der Kommunikationsnetze bildeten manuelle Vermittlungsstellen, die <a href="Topologie_(Rechnernetz)#Stern-Topologie" title="Topologie (Rechnernetz)">sternförmig</a> aufgebaut und von dem „<a href="Telefonist" title="Telefonist">Fräulein vom Amt</a>“ miteinander verbunden wurden. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde diese Handvermittlung allmählich durch elektromechanische Schaltelemente ersetzt, die hierarchische Struktur aber beibehalten. Zu dieser Zeit bildeten in Deutschland sieben Zentralämter die oberste Ebene des Netzes, welche jeweils über eine eigene Kennziffer verfügten. Diese Ebene wurde in drei weiteren Schritten feingegliedert.
Eine Telefonnummer baute sich durch diese Gliederung aus - <<i>Fernverkehrsziffer (0)</i>> - <<i>Zentralamt</i>> - <<i>Hauptamt</i>> - <<i>Knotenamt</i>> - <<i>Ortsamt</i>> und der <a href="Rufnummer" title="Rufnummer">Teilnehmerrufnummer</a> auf. Daraus ergaben sich bis zu fünfstellige Vorwahlen, die auch heute noch im deutschen Festnetz genutzt werden. Bei steigendem Gesprächsaufkommen zwischen zwei Ämtern mussten allerdings Querverbindungen installiert werden, so dass die strenge Hierarchie immer weiter aufgelöst wurde. Das Netz entwickelte sich zu einer <a href="Topologie_(Rechnernetz)#Vermaschtes_Netz" title="Topologie (Rechnernetz)">unvollständigen Masche</a>. Mittlerweile sind die elektromechanischen Schaltelemente vollständig durch hochintegrierte Schaltungen, den sogenannten <a href="Koppelfeld" title="Koppelfeld">Koppelfeldern</a> und deren Steuerung ersetzt. Das Netz gliedert sich heute in die zwei Ebenen:
</p>
<ul><li>Ortsebene VE:O (Vermittlungseinheit Ort) und</li>
<li>Fernebene VE:F (Vermittlungseinheit Fern).</li></ul>
<p>Daneben gibt es auch die Auslandsvermittlung (VE:A).<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Statistik">Statistik</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland">Deutschland</h3></div>
<table class="wikitable float-right" width="300px">
<caption>Abgehende Sprachverbindungsminuten (in Mio. Min. pro Tag)<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</caption>
<tbody><tr>
<th>Jahr
</th>
<th>Festnetz
</th>
<th>Mobilfunk <small>(ohne Roamingverkehr)</small>
</th>
<th><a href="Over-the-top_content" title="Over-the-top content">OTT</a>-Anbieter <small>(<a href="Skype" title="Skype">Skype</a>, <a href="FaceTime" title="FaceTime">FaceTime</a> u. ä.)</small>
</th></tr>
<tr>
<td>2006</td>
<td>543</td>
<td>155</td>
<td>64
</td></tr>
<tr>
<td>2007</td>
<td>548</td>
<td>189</td>
<td>74
</td></tr>
<tr>
<td>2008</td>
<td>545</td>
<td>231</td>
<td>85
</td></tr>
<tr>
<td>2009</td>
<td>540</td>
<td>250</td>
<td>85
</td></tr>
<tr>
<td>2010</td>
<td>529</td>
<td>275</td>
<td>109
</td></tr>
<tr>
<td>2011</td>
<td>501</td>
<td>293</td>
<td>120
</td></tr>
<tr>
<td>2012</td>
<td>488</td>
<td>300</td>
<td>179
</td></tr>
<tr>
<td>2013</td>
<td>463</td>
<td>301</td>
<td>197
</td></tr>
<tr>
<td>2014</td>
<td>437</td>
<td>303</td>
<td>214
</td></tr>
<tr>
<td>2015 (Schätzung)</td>
<td>418</td>
<td>305</td>
<td>231
</td></tr></tbody></table>
<p>In Deutschland gab es 2000 39,7 Millionen Festnetzanschlüsse, bis 2022 war ihre Zahl auf 38,6 Millionen gefallen,<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> über diese wurden im Jahr 2021 über 100 Milliarden Gesprächsminuten telefoniert. Ferner gab es 2021 25,4 Millionen DSL-Breitbandanschlüsse, 8,8 Millionen <a href="Hybrid_Fiber_Coax" title="Hybrid Fiber Coax">HFC</a>-Breitbandanschlüsse, 2,3 Millionen <a href="Glasfasernetz#Fibre_to_the_Basement/Building" title="Glasfasernetz">FTTB</a>- beziehungsweise <a href="Glasfasernetz#Fibre_to_the_Home" title="Glasfasernetz">FTTH</a>-Breitbandanschlüsse, sowie weniger als 0,1 Millionen <a href="Internetzugang_%C3%BCber_Satellit" title="Internetzugang über Satellit">Satelliten-Breitbandanschlüsse</a>, funkbasierte Technologien und Festverbindungen (Stand 2021) mit einem durchschnittlichen Datenvolumen von 187 GB pro Monat (Stand 2017).<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Leitungen">Leitungen</h3></div>
<p>Die <a href="Central_Intelligence_Agency" title="Central Intelligence Agency">CIA</a> berichtet, dass im Jahre 2003 weltweit etwa 844 Millionen Strecken für Festnetzverbindungen existierten.
</p><p>Die <a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">Volksrepublik China</a> hatte dabei den größten Teil mit 263 Millionen, an zweiter Stelle die <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">Vereinigten Staaten</a> mit 181,6 Millionen Festnetzstrecken. Im Vergleich dazu gab es in den Vereinigten Staaten 158,7 Millionen <a href="Mobiltelefon" title="Mobiltelefon">Mobiltelefone</a>.
</p><p>Überall in der Welt wurde erwartet, dass in wenigen Jahren die Anzahl der Mobilfunkteilnehmer die Zahl der <a href="Teilnehmeranschlussleitung" title="Teilnehmeranschlussleitung">Teilnehmeranschlussleitungen</a> übertreffen werde. Laut einer Schätzung der <a href="Bundesnetzagentur" title="Bundesnetzagentur">Bundesnetzagentur</a> telefonierte im Jahr 2011 jeder Deutsche durchschnittlich 60 Stunden, davon 39 Stunden per Festnetz. Die Zahl der Gesprächsminuten aus dem Mobilfunk stieg von 2009 auf 2010 um 10 Prozent an. 2011 sank die Zahl der Gesprächsminuten auf dem Festnetz um 2 Prozent auf 191 Milliarden.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Abgrenzung_zum_Mobilfunk">Abgrenzung zum Mobilfunk</h2></div>
<p>Vom Festnetz unterscheidet man das <a href="Mobilfunknetz" title="Mobilfunknetz">Mobilfunknetz</a>, bestehend aus dem <a href="Public_Land_Mobile_Network" title="Public Land Mobile Network">PLMN</a> und dem Zugangsnetz, der Anbindung zum Endkunden, welche drahtlos über die sogenannte <a href="Luftschnittstelle" class="mw-redirect" title="Luftschnittstelle">Luftschnittstelle</a> erfolgt.
</p><p>Die Unterscheidung zwischen Festnetz und Funknetz erfolgt hauptsächlich für die <i><a href="Letzte_Meile" title="Letzte Meile">letzte Meile</a></i>, bei der <a href="Telefongespr%C3%A4ch" title="Telefongespräch">Telefongespräche</a> an eine örtlich festgelegte <a href="Teilnehmeranschlussleitung" title="Teilnehmeranschlussleitung">Teilnehmeranschlussleitung</a> geleitet werden. Hier ist die <a href="Infrastruktur" title="Infrastruktur">Infrastruktur</a> meist als Erd<a href="Kabel" title="Kabel">kabel</a> mit <a href="Kupfer" title="Kupfer">Kupfer</a>-<a href="Doppelader" title="Doppelader">Doppelader</a> ausgeführt. Seit einigen Jahren werden auch <a href="Lichtwellenleiter" title="Lichtwellenleiter">Glasfaserkabel</a> eingesetzt. Über die Kabel der Teilnehmeranschlussleitungen können neben der analogen Telefonie auch andere Dienste ermöglicht werden, darunter <a href="Integrated_Services_Digital_Network" title="Integrated Services Digital Network">ISDN</a> und DSL. Die DSL-Technik ist jedoch auf Kupferkabel beschränkt.
</p><p>Nur im militärischen Bereich wird das Kernnetz regelmäßig mit mobilen Verbindungsstellen errichtet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Details_zu_den_Leitungstypen_im_Festnetz">Details zu den Leitungstypen im Festnetz</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Freileitung">Freileitung</h3></div>
<ul><li>mögliche Frequenzen: 0–100 kHz</li>
<li><a href="Repeater" title="Repeater">Repeater</a>-Abstand: 2–20 km</li>
<li><a href="Bandbreite" title="Bandbreite">Bandbreite</a>: < 10 kHz</li>
<li><a href="Bitfehlerrate" class="mw-redirect" title="Bitfehlerrate">Bitfehlerrate</a>: ?</li>
<li>Beispiele: oberirdische Telefonleitung, veraltet, in Deutschland hauptsächlich im bahninternen Fernsprechnetz verwendet</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verdrillte_Kupferadern">Verdrillte Kupferadern</h3></div>
<ul><li>mögliche Frequenzen: 0–750 MHz</li>
<li>Repeater-Abstand: ca. 1,2 km</li>
<li>Bandbreite: 100–600 kHz</li>
<li><a href="Bitfehlerh%C3%A4ufigkeit" title="Bitfehlerhäufigkeit">Bitfehlerhäufigkeit</a>: ca. 10<sup>−5</sup></li>
<li>Details zu <a href="Asymmetric_Digital_Subscriber_Line" title="Asymmetric Digital Subscriber Line">ADSL</a> über Kupferdoppeladern sind in der Richtlinie <a href="G.992.1" title="G.992.1">G.992.1</a> geregelt.</li>
<li>Beispiele: <a href="Teilnehmeranschlussleitung" title="Teilnehmeranschlussleitung">Teilnehmeranschlussleitung</a> im <a href="Telefonnetz" title="Telefonnetz">Telefonnetz</a>, <a href="Strukturierte_Verkabelung" title="Strukturierte Verkabelung">Strukturierte Verkabelung</a>, <a href="Ethernet" title="Ethernet">Ethernet</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Koaxialkabel">Koaxialkabel</h3></div>
<ul><li>mögliche Frequenzen: bis 5 GHz</li>
<li>Repeater-Abstand: 1–10 km</li>
<li>Bandbreite: 900 MHz</li>
<li>Bitfehlerhäufigkeit: ca. 10<sup>−7</sup></li>
<li>Beispiele: <a href="Kabelfernsehen" title="Kabelfernsehen">Kabelfernsehen</a>, <a href="Antennenkabel" class="mw-disambig" title="Antennenkabel">Antennenkabel</a>, <a href="10BASE2" title="10BASE2">10BASE2</a>, <a href="10BASE5" title="10BASE5">10BASE5</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Trägerfrequenzanlage_(PLC)"><span id="Tr.C3.A4gerfrequenzanlage_.28PLC.29"></span>Trägerfrequenzanlage (PLC)</h3></div>
<ul><li>mögliche Frequenzen: bis 30 MHz (über weite Strecken bis 500 kHz)</li>
<li>Repeater-Abstand: bis zu 200 km (je nach System)</li>
<li>Bandbreite: bis zu 20 MHz, für große Entfernungen < 10 kHz</li>
<li>Bitfehlerhäufigkeit: ?</li>
<li>Beispiele: <a href="Drahtfunk" title="Drahtfunk">Drahtfunk</a>, Nachrichtenübermittlung auf Hochspannungsleitungen (Trägerfrequenzen um 1 kHz und zwischen 30 kHz und 500 kHz), PLC-Anschluss für PC</li></ul>
<p>PLC-Anlagen sind eine Zwischenform der drahtgebundenen und der drahtlosen Nachrichtenübermittlung, da mit PLC-Anlagen übertragene Signale in der Nähe der Leitungen auch mit Funkempfängern für die entsprechenden Frequenzen empfangen werden können. Dies wurde früher in Norwegen bei den sogenannten <a href="Linjesender" title="Linjesender">Linjesendern</a> ausgenutzt. Das waren Rundfunksender im Langwellenbereich, die Stromleitungen zur Übertragung nutzten.
PLC-Anlagen sollten nur angewandt werden, wenn durch die Wahl der Übertragungsfrequenz sichergestellt ist, dass keine Funkdienste im Lang- und Kurzwellenbereich gestört werden.
</p><p>PLC nennt sich auch ein Verfahren, Computer zu vernetzen oder mit dem Internet zu verbinden (Inhouse Communication beim Betrieb innerhalb eines Hauses genannt).
Der Betrieb verursacht über häusliche oder öffentliche Stromversorgungsleitungen Störungen im Kurzwellenbereich. Schwache Kurzwellensender sind mit einem starken Rausch- oder Stakkatogeräusch überlagert, welches auch in benachbarten Häusern oder Wohnungen zu hören ist. In diesem Fall kann die Bundesnetzbehörde den Betrieb dieser Geräte untersagen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lichtwellenleiter">Lichtwellenleiter</h3></div>
<ul><li>verwendete <a href="Wellenl%C3%A4nge" title="Wellenlänge">Wellenlängen</a>: 850 nm, 1300 nm, 1310 nm, 1550 nm oder 1625 nm</li>
<li>Repeater-Abstand: 10–100 km</li>
<li><a href="Daten%C3%BCbertragungsrate" title="Datenübertragungsrate">Datenübertragungsrate</a> (pro Kanal, d. h. Wellenlänge): bis 40 Gbit/s, im Labor 160 Gbit/s</li>
<li>Beispiele: <a href="Glasfasernetz" title="Glasfasernetz">Glasfasernetz</a>, <a href="Fiber_Distributed_Data_Interface" title="Fiber Distributed Data Interface">FDDI</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Telefonanschluss" title="Telefonanschluss">Telefonanschluss</a></li>
<li><a href="Telefonkabel" title="Telefonkabel">Telefonkabel</a></li>
<li><a href="Digital_Subscriber_Line#Breitband-Anbieter_und_Marktanteile" title="Digital Subscriber Line">Digital Subscriber Line #Breitband-Anbieter und Marktanteile</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Festnetz" class="extiw external" title="wikt:Festnetz">Wiktionary: Festnetz</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=7710663-5">Literatur von und über Festnetz</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dwds.de/wb/Fixnetz"><i>Fixnetz.</i></a> In: <i><a href="Digitales_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache" title="Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache">Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache</a>.</i> Abgerufen am 15. Februar 2025<span class="editoronly" style="display:none;"></span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">B.J. Hauser: <cite style="font-style:italic">Lehrbuch der Kommunikationstechnik – Einführung in die Kommunikations- und Netzwerktechnik für Studium und Berufsausbildung</cite>. 2010, ISBN 978-3-942693-24-0, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>232<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>f</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Festnetz&rft.au=B.J.+Hauser&rft.btitle=Lehrbuch+der+Kommunikationstechnik+-+Einf%C3%BChrung+in+die+Kommunikations-+und+Netzwerktechnik+f%C3%BCr+Studium+und+Berufsausbildung&rft.date=2010&rft.genre=book&rft.isbn=9783942693240&rft.pages=232+f." style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">B.J. Hauser: <i>Lehrbuch der Kommunikationstechnik – Einführung in die Kommunikations- und Netzwerktechnik für Studium und Berufsausbildung</i>. 2010, ISBN 978-3-942693-24-0, S. 230 ff.</span>
</li>
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